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Category Archives: Allgemein

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Weihnachtsmotto

„Selig seid ihr…“ – Diese Zusage aus dem Evangelium haben wir uns in diesem Jahr zu Herzen genommen. Wir durften die Erfahrung machen, dass überall dort, wo wir unser Leben miteinander teilen und wo wir uns für die Armen und Besorgten in unserer Umgebung einsetzen, schon heute ein Stück vom Himmel greifbar wird. Man könnte auch sagen: immer wenn wir diese Erfahrung machen, dann erleben wir ein Weihnachtsfest: Himmel und Erde berühren sich. Gott ist in Jesus Mensch geworden, damit wir unsere eigene Menschlichkeit tiefer verstehen können. In all den Sorgen und Nöten, die auch vor uns selbst nicht haltmachen, sind wir eingeladen, uns nach dem Himmel auszustrecken und Boten der Hoffnung zu sein. Nehmen wir die Erfahrung dieses Jahres auch mit in das neue Jahr. Ich bin sicher: Dann werden wir alle – Du und ich – ein Segen sein. Die Welt braucht diese Zusage: „Blessed are you…“

Euch und euren Lieben von Herzen frohe und besinnliche Weihnachten!

Jakob Ohm

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Monatsmotto Juni

Selig seid ihr – Blessed are you!

Schriftwort für Juni: 3. Strophe des Liedes

“Selig seid ihr, wenn ihr Leiden merkt”

Impuls

Vor der Corona-Pandemie waren sie meistens überfüllt: „Wie geht’s?“ – diese Frage stellen wir häufig bei spontanen Begegnungen in unserem Alltag. Eine wirklich ehrliche Antwort erwarten dabei wohl die wenigsten. Aber wie reagiert man, wenn der oder die andere tatsächlich sagt, es gehe ihm oder ihr „nicht gut“? Wahrscheinlich kennt jeder von uns die Angst, nicht das Richtige erwidern zu können, wenn uns jemand sein Herz ausschüttet. Was wäre aber, wenn wir es nicht beim Smalltalk beließen? Das träfe ja auch auf uns selbst zu: offen sagen zu können, wie es uns wirklich geht. Wie wäre es, in einer Gemeinschaft zu leben, in der wir auch sagen dürfen, was uns belastet und unsere Seele bedrückt?

Lasst uns versuchen, in den nächsten Wochen einen Schritt in diese Richtung zu wagen und wahrzunehmen, wenn jemandem Hoffnungslosigkeit und Sorgen ins Gesicht geschrieben sind. Es braucht dann nicht große Worte und weise Ratschläge. Meistens hilft schon ein offenes Ohr und eine Haltung, die den anderen spüren lässt „Ich bin bei Dir, du bist nicht allein!“. Dann bleiben wir nicht mehr bei Floskeln stehen, sondern wir spüren, wie Freundschaft und Mitmenschlichkeit wachsen. Und vielleicht sehen wir dann gerade jetzt nach Pfingsten auch, wie der Geist Gottes unter uns wirkt…

Jakob Ohm

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Monatsmotto März

Selig seid ihr – Blessed are you!

Schriftwort für März: 1. Strophe des Liedes

“Selig seid ihr, wenn ihr Lasten tragt”

Impuls

Vor der Corona-Pandemie waren sie meistens überfüllt: Fitnessstudios. Der Traum vom perfekten Körper hat so viel Anziehungskraft, dass viele Menschen freiwillig schwere Gewichte stemmen. Das Rezept zum Trainingserfolg heißt dort: Viel hilft viel. Je mehr ich trainiere, desto größere Gewichte kann ich tragen.
Es gibt aber auch Gewichte, die so schwer auf den Schultern liegen, dass man unter ihnen zusammenzubrechen droht. Gerade jetzt wirken Einsamkeit und Isolation oft wie ein Mantel aus Blei, der die Lebensfreude erstickt. Um wieviel mehr müssen die Menschen, die schon vor der Pandemie wegen ihrer Armut, ihres Alters oder ihrer Behinderung ausgeschlossen waren, diese Last spüren? Es gibt auch hier ein „Training“, das die Lasten zwar nicht wegnimmt aber erträglicher macht: Wenn wir uns darin üben, die unsichtbaren Lasten unserer Mitmenschen zu sehen und mit ihnen aufrichtig unsere Zeit und unser Interesse teilen, dann verschwinden die Gewichte zwar nicht, aber sie erdrücken nicht mehr. Wir Christen nennen diese Haltung „Solidarität“. Sie setzt ungeahnte Kräfte frei, um die Welt zum Guten zu verändern. Wie wunderbar ist es, dabei auch darauf vertrauen zu dürfen, dass Jesus unsere Lasten kennt und zu uns sagt: „Wenn ihr gegenseitig die Last des Alltags tragt, fängt schon heute mein Reich bei euch an!“.

Jakob Ohm