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SOCIOMOVENS ERHÄLT DEN HANS-WALTER VAVROVSKY-DIALOGPREIS

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SOCIOMOVENS ERHÄLT DEN HANS-WALTER VAVROVSKY-DIALOGPREIS

Am 4. November 2021 wurde socioMovens e.V. der zweite Hans-Walter Vavrovsky-Dialogpreis verliehen. Im Rahmen eines Gesprächsabends mit dem Thema „Solidarisches Europa?“ im Bildungs- und Konferenzzentrum St. Virgil der Erzdiözese Salzburg wurde die ursprünglich für 2020 geplante Preisverleihung nachgeholt. Für socioMovens und Peter Klasvogt ist der Dialogpreis nach der Verleihung des Konstanzer Konzilspreises im Jahr 2017 die zweite europäische Auszeichnung.

 

„Eine Kirche muss offen sein, auch für Andersdenkende und eine Kirche, die offen ist, muss auch damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommt. Aber es gibt keine Alternative zum Dialog, der konstruktive Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft im Blick hat.“ – Mit diesen Worten beschreibt der Stifter des Salzburger-Dialogpreises, Hans-Walter Vavrovsky, seine Vision von Kirche. Eine Kirche, für die sich nach Überzeugung der Jury des Dialogpreises auch socioMovens mit seinem jugendsozialen Netzwerk für Mittel- und Osteuropa vorbildlich einsetzt. Die Initiative versteht es, „in einer neuen europäischen Generation das Engagement und die Begeisterung für den Aufbau gerechter Strukturen, für die Humanisierung des Zusammenlebens und für Freundschaften jenseits aller Ländergrenzen zu wecken.“ Damit entspricht sie den Kriterien des Dialogpreises in doppelter Weise: durch den europäischen Kontext und die dialogische Offenheit für Kirche und Gesellschaft.

 

Diese Kriterien europäischen Engagements waren auch das Thema der Podiumsdiskussion anlässlich der Preisverleihung. Der bekannte ehemalige EU-Parlamentarier Elmar Brok, die österreichische Bundesministerin für Europa und Verfassung Karoline Edtstadler, Preisträger Prälät Dr. Peter Klasvogt und der Moraltheologe Prof. em. Dr. Günter Virt diskutierten über die Solidarität in Europa. Wie gehen wir mit Geflüchteten um? Was heißt es eine Werteunion zu sein? Wie begegne ich meinen Nächsten? Trotz manchmal unterschiedlicher Akzentsetzungen waren sich alle einig: Solidarität beginnt im Kleinen und vor Ort.

 

Im Rahmen der Preisverleihung tagte auch der erweiterte Beirat von socioMovens, um die bisherige Arbeit auszuwerten und sie zukünftig durch die Gründung einer

Stiftung weiter auszubauen. Spannend und informativ war das Gespräch mit dem früheren Rektor von St. Virgil und aktuellem Rektor des Päpstlichen Instituts Santa Maria dell’Anima in Rom, Dr. Michael Max. Er referierte zum Verhältnis von Staat und Kirche. Zunächst stellte er den historischen Hintergrund des Österreichischen Bürgerkrieges 1933/34 vor und erläuterte dann das aktuelle Verhältnis zwischen der Kirche und der österreichischen Bundesregierung am Beispiel der Herausforderungen der Covid-19-Pandemie. Der Salzburger Erzbischof Dr. Franz Lackner gratulierte socioMovens herzlich zur Preisverleihung und ging in der Begegnung mit ihm auf die Bedeutung christlich-sozialer Initiativen in der Erzdiözese ein. Erzbischof Lackner hob nochmal hervor, was Lucia Greiner, Leiterin des Seelsorgeamtes der Erzdiözese Salzburg, schon in der Laudatio zur Preisverleihung betont hatte. Die Frage nach dem zukünftigen Zusammenleben in Europa findet nur eine Antwort, „wenn wir die ‚sozialen Leidenschaften‘ in uns fördern und ihnen zeitgemäße Orte zeigen, wo sie sich entfalten können. Dabei müssen gerade das Selbstbewusstsein junger Menschen und ihr besonderes Potential an Gemeinsinn gefördert werden. SocioMovens geht genau diesen Weg und ist damit Vorbild für weitere Initiativen.“

 

Im Namen von socioMovens bedanken wir uns sehr herzlich für diese große Auszeichnung und die gelungene Preisverleihung.