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socioMovens erhält Salzburger Dialogpreis

SocioMovens erhält den Hans-Walter Vavrosky Dialogpreis 2020 für das Engagement für ein solidarisches Europa. Für socioMovens und Peter Klasvogt ist der Dialogpreis nach der Verleihung des Konstanzer Konzilspreises im Jahr 2017 die zweite europäische Auszeichnung. Mit dem Preis wird das Engagement von socioMovens ­für den innovativen, konkreten und umgesetzten Beitrag der gelungenen Kooperation ­für ein solidarisches Europa gewürdigt.

Der Dialogpreis wird vom Bildungszentrum St. Virgil Salzburg verliehen. Das Unternehmen in Trägerschaft der Erzdiözese Salzburg ist bekannt als Ort für den offenen Dialog von Kirchen, Religionen und Gesellschaft. Die Projekte und Angebote der Einrichtung gelten als richtungsweisend für die Erwachsenenbildung im deutschsprachigen Raum. Der Name des Dialogpreises erinnert an Prälat Hans-Walter Vavrosky, der über 30 Jahre als Rektor das gemeinnützige Unternehmen St. Virgil Salzburg prägte.

Die Jury stimmte einstimmig für socioMovens. “Besonders hervorgehoben wurde die Nachhaltigkeit des Wirkens des Projektes in den Biografien junger Menschen durch den ausgeprägten Netzwerkcharakter, die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Projekte und der Stiftung einer europäischen Identität.”

Die für November geplante Preisverleihung an den Initiator Prälat Dr. Peter Klasvogt findet coronabedingt zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Im Namen von socioMovens bedanken wir uns sehr herzlich für diese große Auszeichnung.

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It´s time to reconnect – First Generation Team Building in Caransebes

Anfang Oktober haben sich 14 ehemalige Teilnehmende von sozialen Projektwochen in Caransebes bei Lipova (Rumänien) getroffen, um sich über ihre bisherigen Erfahrungen auszutauschen, sich als Team zu stärken und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

Seit diesem Jahr versucht socioMovens zusammen mit den Partnerinnen und Partnern mehrtägige, nationale Treffen für ehemalige Teilnehmende der sozialen Projektwochen – der sogenannten First Generation – zu organisieren. Zum einen soll durch diese Treffen der Erfahrungsaustausch der engagierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen von socioMovens verbessert werden. Zum anderen soll so das sozialethische Engagement von den ehemaligen Teilnehmenden in ihrem jeweiligen Lebensumfeld gestärkt werden.

Im Rahmen der Covid-Verordnung trafen sich 14 ehemalige Teilnehmende von sozialen Projektwochen für ein First-Generation Wochenende bei Ordensschwestern in Caransebes, in der Nähe von Lipova, Rumänien. Nach dem gemeinsamen Zusammenkommen reflektierten die Teilnehmenden am Freitagabend die bisherigen gemeinsamen Aktivitäten als Team. Am Samstagvormittag stand ein Workshop mit dem Referenten Lorand Wonerth und dem Caritas Direktor Dr. Imogen Tietze im Mittelpunkt, in dem es um die Gestaltung von Teamarbeit in sozialen Bereichen, vor allen im Ehrenamt, ging. Am Nachmittag fand dann eine Feedbacksession zu folgender Frage statt: „Was motiviert mich als Freiwillige/r? Was motiviert mich als Teil dieser Gruppe?“

Teilnehmerin Bianca:
Meine Tätigkeit als Freiwillige begann 2017, als ich Teilnehmerin des zweiten Freiwilligenprojekts war, welches in Lipova stattfand. Seitdem bin ich Mitglied des aktuellen Teams. Ich glaube, anderen Menschen zu helfen, ist ein nobles Attribut, das ich durch meine Zugehörigkeit zu dieser Gruppe erhalten habe. Die Gründe, warum ich weiterhin ehrenamtlich tätig bin, sind die Tatsache, dass ich meine Freizeit sinnvoll nutzen möchte. So durfte ich bisher großartige Erfahrungen machen und noch großartigere Menschen kennen lernen. Ich bin dankbar für die letzten Tage, die ich mit dem Team verbringen durfte.

Teilnehmer Claudiu:

Ich bin Claudiu und engagiere mich seit 3 Jahren als Freiwilliger. Mein Plan ist es, auch in vielen Jahren noch ehrenamtlich tätig zu sein, denn ich liebe diese Gruppe! Die Tatsache, dass es uns gelungen ist, uns nach dieser wahnsinnigen Zeitspanne zu treffen, war großartig, und ich kann die nächste Aktion kaum erwarten, denn jetzt in dieser Zeit der Pandemie braucht die Gemeinschaft und die Welt unsere Unterstützung mehr denn je.

Der Abend endete mit einer Reflexionsrunde zu den Eindrücken vom Tag und einen geistlichen Impuls von dem geistlichen Begleiter Macedon beendet.

Am Sonntag wurde schließlich gemeinsam über neue Aktivitäten nachgedacht. Neben der langjährigen Tradition Pakete mit Lebensmitteln und Spielzeug an Bedürftige zu verteilen, wurden trotz der Einschränkung der Möglichkeiten einige neue Ideen gesammelt. So wollen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Adventszeit selbst gestaltete Kerzen an ältere Bürgerinnen und Bürger verteilen. Sollte es zudem möglich sein, wollen sie sich wieder treffen, um sich beim gemeinsamen Weihnachtskekse backen auf Weihnachten vorzubereiten. In diesem Sinne war es ein schönes und bereicherndes Treffen für die First Generation.

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Ein Zeichen gegen Vereinsamung in Zeiten des social distancing – First Generation Meeting in Nysa

Mitte August gab es einen ersten Lichtblick für die Jugendlichen und Partner*innen aus Polen: Im Rahmen der Corona-Vorschriften konnte ein dreitägiges Treffen von socioMovens begeisterten Jugendlichen auf der Fazenda da Esperança in der Nähe von Neiße in Polen stattfinden. Aufgrund der Covid-19 Pandemie geht die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen sowie Partnerinnen und Partnern aus den Partnerschaftsländern in Ost- und Mitteleuropa vorerst per Videokonferenz im Geiste von socioMovens weiter.

Das erste Halbjahr dieses Jahres war geprägt von einer Zeit des Social Distancing aufgrund der Covid-19 Pandemie. Daher konnten in dieser Zeit nur Online-Treffen bei und auch mit den Partner*innen von socioMovens in Ost- und Mitteleuropa stattfinden. Das Treffen in Polen Anfang August war somit für die socioMovens begeisterten Jugendlichen in Polen eine Art Lichtblick in diesen Zeiten. Das dreitägige Treffen fand auf der Fazenda da Esperança in der Nähe von Neiße (polnisch: Nysa) statt. Auf Grundlage des gemeinsamen Interesses, sich für Menschen am Rande der Gesellschaft einzusetzen, besteht eine langjährige Partnerschaft zwischen socioMovens und der Fazenda da Esperança.

Seit 2013 führt „socioMovens“ in Partnerschaft mit der Kommende und zusammen mit Akteuren vor Ort solche Projektwochen und Projektwochenenden für Schüler*innen und Studierende in Mittel- und Osteuropa durch. Junge Menschen werden zum gemeinsamen Engagement für eine soziale europäische Zivilgesellschaft ermutigt. Insgesamt konnten seit 2013 schon über 40 jugendsoziale Projektwochen stattfinden. Das Besondere dieser Angebote liegt darin, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen für die soziale Dimension der Gesellschaft zu sensibilisieren und zu praktischer Solidarität anzuleiten. In ihren Heimatorten beschäftigen sie sich intensiv mit drängenden sozialen Fragen, wie etwa mit Strategien zur Armutsbekämpfung oder dem Umgang mit sozialen und ethnischen Minderheiten.

Bei diesem Treffen auf der Fazenda waren 12 Jugendliche aus unterschiedlichen Orten aus Polen angereist, um sich geistig zu stärken und sich über das soziale Engagement auszutauschen. Neben der Stärkung der Gemeinschaft dienen diese Treffen auch der Vernetzung innerhalb des Landes. Auf der Fazenda wurden die Jugendlichen und Koordinator*innen sehr herzlich aufgenommen und durften innerhalb der drei Tage mit den Menschen auf der Fazenda die Gemeinschaft miterleben. Der Tag auf der Fazenda beginnt mit einem Tagesmotto, welches aus dem gemeinsamen Lesen der Bibel gewählt wird. Am Tag wird gemeinsam gearbeitet, ob in der Küche oder im Garten. Am Abend findet dann eine Reflexion des Tages sowie des Tagesmottos statt. Ein wichtiger und für die Jugendlichen intensiver Programmpunkt waren Zweiergespräche zwischen den Jugendlichen bei einem ausgedehnten Spaziergang über ihre Erfahrungen mit und ihr Engagement bei socioMovens. Wie die Jugendlichen in der Abendreflexion darlegten, brennt ihr Herz gerade für socioMovens. Sie sind begeistert von der christlichen Gemeinschaft und dem Einsatz für eine solidarischere Gesellschaft in Polen und in Europa.