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Gründung der Jugendbewegung socioMovens. Giving Europa a soul in Krakau – Internationales Jugendtreffen mit 90 Jugendlichen aus neun Ländern

Am Freitag (29.07.2022) wird die internationale Jugendbewegung „socioMovens. Giving Europe a soul“ in der Nähe von Krakau gegründet. Die Gründung bildet den Abschluss eines internationalen Jugendtreffens mit 90 Jugendlichen aus Rumänien, Kasachstan, Slowakei, Kroatien, Ungarn, Polen, Brasilien, Syrien und Deutschland. Das Treffen mit dem Titel „Compact with Europe – united with Ukraine“ stellt thematisch den Krieg in der Ukraine und die Situation der Flüchtlinge in den Mittelpunkt.
Im Anschluss an die Gründungsfeier findet ein gemeinsames Konzert der Jugendlichen mit der International Performing Arts Group Gen Verde (https://www.genverde.it/) statt. In Workshops haben sie in den vergangenen Tagen Schauspiel, Gesang, Tanz und Trommeln eingeübt.
Seit 2013 führt die Kommende Dortmund sozialethische Jugendprojektwochen unter dem Leitwort „Europa eine Seele geben” in acht mittel- und osteuropäischen Ländern durch. Den Jugendlichen wird hierbei nicht nur Hintergrundwissen über die soziale Situation ihres Landes vermittelt, sondern sie begegnen Menschen am Rand der Gesellschaft, so z. B. Angehörigen ethnischer Minderheiten in Rumänien oder obdachlosen Menschen in Polen. Zudem gibt es tägliche biblische Impulse als Anregung zur Reflektion des Engagements mit anderen. So greifen soziales Engagement, Gemeinschaft und Spiritualität aktiv ineinander, was als Alleinstellungsmerkmal von socioMovens angesehen werden kann.
2014 wurde der Verein „socioMovens – Giving Europe a Soul e.V.” gegründet. Er gab dieser sozial-caritativen Jugendbewegung ein Forum, um über Ländergrenzen hinweg für den Aufbau eines solidarischen Europas einzutreten. Bisher haben insgesamt 55 Projektwochen stattgefunden und es konnten über 900 Jugendliche aus acht Ländern (Ungarn, Ukraine, Lettland, Kroatien, Polen, Slowakei, Rumänien, Kasachstan) erreicht werden.
2015 und 2018 fanden zudem zwei internationale Jugendtreffen mit insgesamt 300 Teilnehmer:innen aus diesen Ländern in Berlin und Budapest statt. Dort vernetzten sich die Jugendlichen und planten konkrete Rands-On-Projekte, bspw. für die Integration von Roma-Kindern in Rumänien. Das dritte internationale Jugendtreffen findet derzeit in Krakau statt.
In den jeweiligen Orten haben die Jugendlichen zudem die Möglichkeit, sich über die Projektwochen hinaus zu engagieren und in den sogenannten local communities Aktivitäten zu unternehmen. Das internationale Jugendnetzwerk hat sich von Beginn an mit einer großen Dynamik weiterentwickelt und befindet sich seither in einem Wachstumsprozess. Im April wurde „socioMovens. Giving Europe a soul“ in neuer Form als Stiftung anerkannt. Der Festakt am Freitag (29.07.2022) bildet die Grundlegung des Netzwerks als internationale Jugendbewegung.

Weitere Infos unter: @socioMovens (Instagram)
Text: Claudia Schwarz
Bilder: Claudia Schwarz, International Performing Arts Group Gen Verde, Raphael Röwekamp, Julian Beck

 

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SocioMovens Kroatien: Eine ganz besondere Vorbereitung…

SocioMovens Kroatien war in den letzten Wochen mal wieder aktiv. Trotz aller Verpflichtungen in der Schule oder an der Universität fanden zahlreiche Freiwillige Zeit, um sich mit 26 Schülerinnen und Schülern des Bildungszentrums „Tomislav Spoljar“ auf die Erstkommunion und Firmung vorzubereiten. Die Sakramente werden am 23. April 2022 von Bischof Bože Radoš gespendet. Die Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen werden in ihrer Vorbereitung eng von dem Verantwortlichen der Kommission für die Seelsorge für Menschen mit Behinderungen und ihrer Familien der Diözese Varaždin, Leonardo Šardi begleitet, der das Programm mit den Freiwilligen von socioMovens durchführt.

Um auch den Familien der Kinder die Möglichkeit zu geben an der Erstkommunion- und Firmvorbereitung teilzunehmen fand die Vorbereitung an mehreren Terminen statt mit ganz unterschiedlichen Workshops.  So wurden zum Beispiel in einem der Workshops Karten bestickt und mit einem Gruß und Segenswünschen beschrieben. Diese sollen nach der Feier von den Freiwilligen an die Kinder und Familie übergeben werden.

“Ziel, so Anika Sačić – Koordinatorin in Ludbreg, ist es, dass sich die Kinder und die Familien von Kindern mit Behinderung in der Kirche willkommen fühlen und vor Ort erfahren, wie junge Menschen, Herz und Zeit für sie haben.”

Auch die Freiwilligen haben sich gefreut endlich wieder gemeinsam eine Aktion durchzuführen. Besonders vor dem Hintergrund, dass die Teilnehmenden teilweise in ganz unterschiedlichen Projektwochen waren, ist es toll wie die Gruppe in den letzten Monaten zusammengewachsen ist.

Dann erzählt Anika noch eine ganz bewegende Geschichte:

“Letztes Jahr bekamen befreundete junge Eltern aus unserer Gemeinde einen Anruf, in dem sie zum Gespräch ins Krankenhaus gebeten wurden. Die Diagnose für ihr ein-monatiges Kinds sah sehr schlecht aus. Das Kind war eine Frühgeburt und die Hirnschäden massiv, sodass die Ärztinnen und Ärzte die Eltern bereits baten sich von dem Kind zu verabschieden. Wir haben dann angefangen zu beten für den Kleinen, für die Ärztinnen und Ärzte und seine Familie. Und: Das Kind überlebte! Heute ist der Kleine 15 Monaten alt und ist sozusagen der jüngste Freiwillige! Bis heute muss er kämpfen, oft ist er im Krankenhaus, er hat bleibende Hirnschäden, aber der Junge gibt nicht auf – genauso wie seine Eltern.

Auch die Eltern des kleinen Kindes waren zum Workshop gekommen um die Grußkarten mitzugestalten und so ein bisschen etwas davon zurückzugeben, was sie in der Gemeinde erfahren haben. Ganz unverhofft ergab sich so die Gelegenheit, aus erster Hand zu erfahren, wie es ist, Mutter und Vater eines besonderen Kindes zu sein und welche Herausforderungen es zu bewältigen gibt. Die Mutter erzählte von ihren Selbstzweifeln und ihrem Hadern mit Gott, aber auch dem Vertrauen, dass Gott am Ende siegen wird und wie ihr Glaube ihr helfe, das eigene Kreuz zu tragen.

Ich und die anderen können dem sicher zustimmen, wenn es im Lukasevangelium heißt: „Wir Knechte sind nutzlos! Wir haben getan, wozu wir verpflichtet waren!“ (Lk 17, 10). So fühlte sich dieser Tag und die Begleitung von solchen tollen Menschen an.”

 

 

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socioMovens Croatia: A special preperation…

SocioMovens Croatia has been active again in the last few weeks. Despite all their commitments at school or university, numerous volunteers found time to prepare for First Communion and Confirmation with 26 pupils from the “Tomislav Spoljar” education centre. The sacraments will be donated by Bishop Bože Radoš on 23 April 2022. The pupils with disabilities are closely accompanied in their preparation by the person in charge of the Commission for Pastoral Care for People with Disabilities and their Families of the Diocese of Varaždin, Leonardo Šardi, who implements the programme with socioMovens volunteers.

In order to give the families of the children the opportunity to participate in the preparation for First Communion and Confirmation, the preparation took place on several dates with very different workshops. For example, in one of the workshops, cards were embroidered and written on with a greeting and blessings. After the celebration, these cards will be given to the children and families by the volunteers.

“The aim, says Anika Sačić – coordinator in Ludbreg, is to make the children and the families of children with disabilities feel welcome in the church and to experience locally how young people, have heart and time for them.”

The volunteers were also happy to finally do an action together. Especially considering that some of the participants had been in very different project weeks, it is great how the group has grown together in the last few months.

Then Anika tells a very heartbreaking story:

“Last year, young parents from our parish got a phone call asking them to come to the hospital for an interview. The diagnosis for their one-month-old child looked very bad. The child was premature and the brain damage was massive, so the doctors were alread y asking the parents to say goodbye to the child. We started to pray for the little one, for the doctors and his family. And: The child survived! Today, the little one is 15 months old and is, so to speak, the youngest volunteer! Until today he has to fight, he is often in hospital, he has permanent brain damage, but the boy does not give up – like his parents.

The parents of the little child also came to the workshop to help design the greeting cards and thus give back a little of what they have experienced in the parish. Quite unexpectedly, this gave the volunteers the opportunity to experience first-hand what it is like to be the mother and father of a special child and what challenges there are to overcome. The mother told of her self-doubt and her struggles with God, but also the trust that God will win in the end and how her faith helps her to carry her own cross.

I and the others can certainly agree when Luke’s Gospel says: “There is no profit in us, for we have only done what we were ordered to do.” (Lk 17:10). That’s what this day and the companion of such great people felt like.”