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socioMovens Україна / Ukraine

Seit 2017 fanden in Lwiw so­zialethische Jugendwochen in Zu­sammenarbeit mit dem örtlichen Salesianer-Gymnasium statt, auch gab es vor dem Angriffskrieg gegen die Ukraine eine Projektwoche in Kyjiw und gemeinsame Planungen für einen Start in Iwano-Frankiwsk. Die Schülerinnen und Schüler konzentrier­ten sich hauptsächlich auf die Frage, wie man eine gerechte und ethisch verantwortliche Wirtschaft aufbau­en kann, was in der Ukraine von großer Bedeutung ist. Mit ihren Aktivitäten wollten sie ein konkretes Beispiel für die Werte Solidarität und Subsidiarität geben und so ein Zeichen dafür setzen, dass die Ukraine Teil eines solidarischen Europa sein kann.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine konnte aus Sicherheitsgründen bisher keine Projektwoche mit unseren Partnern in der Ukraine durchgeführt werden. Wir stehen jedoch im regelmäßigen Austausch und überlegen, was auch angesichts des Krieges noch möglich bleibt. Auch wenn hier Unsicherheit bleibt, wird die Ukraine an den anderen Projektstandorten immer wieder thematisiert – sei es beim Austausch über Flüchtlingshilfe in Polen oder bei einer Hands-on-Aktion für geflüchtete Kinder in Rumänien. Wir sind im Gebet verbunden!

Olha Sikyrynska, Projektwochenleiterin von socioMovens aus der Ukraine, berichtete uns auch beim internationalen Jugendtreffen von socioMovens von ihren Erfahrungen: Sie stand am Ambo und blickte in betroffene Gesichter in den Kirchenbänken. Sie war nervös, denn zum ersten Mal berichtete sie vor einer Gruppe vom Krieg in ihrem Heimatland. Zwei Tage zuvor hatte sie noch einen Medikamententransport in den Donbas begleitet. Den Augen der jungen Frau sieht man an, dass sie in den vergangenen Monaten zu viel gesehen haben. „Sie haben eine ganze Generation von Ukrainern zerstört“, sagt sie. „Auch, wenn wir den Krieg gewinnen, wird eine ganze Generation kaputt sein. Ich werde mein Leben nie mehr so leben können wie ich es gewohnt war.“ Aber dennoch gibt sie die Hoffnung auf Zukunft nicht auf.