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Author Archives: Lennart Müller

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Monatsmotto Dezember 2020

Jahresmotto: Vidimus! – We have seen! – Wir haben gesehen!

Schriftwort für Dezember 2020: Mt 25, 40

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Impuls:

Für uns alle geht ein seltsames Jahr zu Ende. Wer hätte schon im Januar gedacht, dass sich unser Leben durch eine weltweite Pandemie in kürzester Zeit so stark verändern kann? Im Zugehen auf Weihnachten und auf ein neues Jahr können wir uns die Frage stellen: Was bleibt am Ende eigentlich von all dem, was wir erlebt haben? Was hinterlässt in mir schöne Bilder und Dankbarkeit, was hat vielleicht auch einen bitteren Beigeschmack und bedarf noch der Heilung?
In diesem Jahr haben wir als soziale Jugendbewegung die „Werke der Barmherzigkeit“ meditiert. Vielleicht können uns diese Worte Jesu als Maßstab dienen um bewusst Rückschau zu halten und zu sehen: welche Menschen haben Spuren in meinem Herzen hinterlassen? Und wo möchte ich im nächsten Jahr noch wachsen? So lernen wir, wohlwollend und menschlich mit uns und den Anderen umzugehen. Gerade in dieser besonderen Zeit können wir so ein Licht für die Gesellschaft werden.

Euch allen eine gesegnete Adventszeit!

Jakob Ohm

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Monatsmotto Oktober 2020

Jahremotto: Vidimus! – We have seen! – Wir haben gesehen!

Schriftwort für Oktober 2020: Mt 25, 35

„Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen.“

Impuls:

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, wird feststellen, dass es viel Ungerechtigkeit gibt, im Großen wie im Kleinen: Armut, Ausgrenzung, Obdachlosigkeit… Bestimmt fallen auch Dir noch zahlreiche weitere Beispiele aus Deiner Umgebung ein. Die Herausforderung ist klar: im sozialen Bereich gibt es noch viel zu tun. Aus dem Geist unserer socioMovens – Bewegung engagieren wir uns, um zumindest in unserer unmittelbaren Umgebung unsere Gesellschaft etwas menschlicher und gerechter zu gestalten. Aber als soziale und christliche Jugendbewegung geht es uns nicht nur um materielle Hilfe. Vielmehr wollen wir die Anderen, besonders die Benachteiligten, spüren lassen, dass sie als Menschen angenommen, ernstgenommen, wertgeschätzt sind. Dafür brauchen wir gar nicht viele Ressourcen, nur einen wachen Blick und ein offenes Herz. In den Worten Jesu würde man diese wohlwollende und einladende Haltung wohl als „Liebe“ bezeichnen. Wagen wir diesen liebenden Blick, damit sich keiner fremd, ausgeschlossen, unbedeutend fühlen muss.

Jakob Ohm

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Monatsmotto September 2020

Jahresmotto: Vidimus! – We have seen! – Wir haben gesehen!

Schriftwort für September 2020: Mt 25, 38

„Herr, wann haben wir dich nackt gesehen ?“

Impuls:

Ein Blick kann sehr viel auslösen. Wahrscheinlich kennst Du auch Situationen, in denen man sich von den Blicken anderer verunsichert, bedrängt oder abgeurteilt fühlt.  Und wie leicht geschieht es, dass man auf andere herabsieht. –  Ich denke insbesondere an Menschen auf der Straße, die den abschätzigen Blicken anderer schutzlos ausgesetzt sind. Wegsehen ist allerdings keine Alternative. Im Gegenteil: wir sollten genauer hinsehen: mit einem Blick des Verstehens, des Interesses, der Zuneigung. Dieses Erlebnis kann uns zu einer grundlegenden Frage des Miteinanders führen: Wie nehme ich meine Mitmenschen wahr? Welche Signale sende ich an Sie, oftmals auch ohne Worte?
Vielleicht können wir uns für diesen Monat einmal vornehmen, unseren Blick auf die Welt und die Menschen um uns herum zu verändern: Wohlwollen statt Ablehnung, Zutrauen statt Misstrauen. Ich bin sicher: Durch diesen veränderten Blick werden Beziehungen möglich, wo wir sie früher nicht vermutet hätten. Und wir dürfen uns immer darauf verlassen: Im Anderen will uns Jesus selbst begegnen – und er blickt uns immer liebevoll an.

Jakob Ohm